Sie können unseren Bauernhof
gerne zu den
Hofladenöffnungszeiten am
Freitag von 9 Uhr bis 18 Uhr
und am Samstag von 9 Uhr bis
12 Uhr besuchen.

Die Landschaft

Zu jeder Jahreszeit bietet Ihnen der Ferlhof etwas Besonderes.

Reizvoll eingebettet in die Natur, liegt der Ferlhof ganz alleine am Waldrand, wo es viel zu erleben und zu entdecken gibt.

Die Menschen

Auf unserem Hof leben der Bauer Max mit seiner Bäuerin Erika und ihren drei Jungs Maximilian, Sebastian und Johannes, sowie dem Opa Hans.

Die Häuser

Seit 2012 können Sie bei uns auch übernachten.

Wir bieten Möglichkeiten für Schulklassen, Gruppen, Vereine und Familien.

Gästehaus 2

Das Gästehaus 2 wurde im Jahre 2014 in Betrieb genommen und bietet Platz für größere Gruppen.

Gästehaus 1

Durch die konsequente Verwendung von biologischen Baustoffen und viel Holz sind sehr ansprechende und gemütliche Räume entstanden. Preise auf Anfrage.

Das Ausstellungshaus

Die Geschichte des Ferlhof

Ursprünglich handelte es sich bei unserem Hof um einen sog. Abdecker. In Wikipedia ist der Abdecker folgendermaßen beschrieben: Abdecker, auch Wasenmeister genannt, waren in einer Abdeckerei für die Tierkörperverwertung zuständig. Die Bauern waren verpflichtet, sämtliche Tierkadaver an den Abdecker zu übergeben. Diese verwerteten die Reste und vergruben oder verbrannten, was nicht mehr verwertet werden konnte. Darum finden wir auch immer wieder bei „Ausgrabungen“ viele, viele Knochen.

Die entstehende Geruchsbelästigung zwang die Abdecker, außerhalb der Dörfer zu wohnen. Durch den Kontakt mit den Kadavern hatten die Abdecker ein hohes Risiko, sich zum Beispiel mit Milzbrand zu infizieren. Die Knochen aus der Abdeckerei wurden den Seifensiedereien, die verfaulte Fleischmasse den Salpetersiedern und die Häute den Gerbereien zugeführt.

Die Aufgaben des Abdeckers oder Wasenmeisters wurden in den sog. Wasenmeisterordnungen näher beschrieben. Für das ausgehende 19. Jh. lässt sich anhand einer solchen Ordnung folgendes Berufsbild zeichnen:
Der Wasenmeister ist ein städtisches Organ, das in erster Linie dem städtischen Tierarzt untersteht. Er hat Aas und Aasteile zu verscharren, die Vertilgung konfiszierter Tiere vorzunehmen, nach Hunden zu streifen und solche, die ohne Marke oder Halsband, ferner Hunde in Kirchen und im Schlachthaus und solche, die nachts auf der Straße heulen, einzufangen, dieselben 4 Tage zu behalten und dann zu vertilgen. Wutverdächtige sind in eigenen Käfigen zu halten, wütende Tiere unter Aufsicht des Tierarztes mit Haut und Haaren zu verscharren. Verendete Tiere dürfen nicht in Kanäle geworfen werden oder von den Eigentümern selbst begraben werden. Der Aasplatz muss mit einer dichten Holzplanke umgeben sein. Ausgrabungen dürfen nicht vor acht Jahren stattfinden, die Ausfolgung der Haut eines gefallenen Tieres an den Eigentümer darf erst nach gründlicher Desinfektion geschehen. Der Wasenmeister bekommt ein Taggeld von 1 fl. und freie Wohnung, er ist zur Einhebung der Gebühren berechtigt: 4fl. für die Abtrennung einer großen Tierhaut, für das Verscharren von Hund, Schaf, Ziegen 1 fl. 50kr. von kleinen Haustieren 1 fl. für das Aufladen eines Pferdes 50kr, für einen Fang in der Stadt 30kr, für die Pflege des Hundes täglich 30kr, eines Pferdes 60kr, für die Reinigung ausgefolgter Häute 1 fl. Der Wasenmeister hat bei seiner Arbeit eine besondere Kleidung zu tragen, seine Wägen und Geräte strengstens zu desinfizieren, bei Seuchen den Besuch von Stallungen zu vermeiden. Er ist auch für seine Gehilfen verantwortlich. Er hat eine Dienstmütze zu tragen. Das Handeln mit Hunden und das Halten von Schweinen ist ihm verboten. Wird der Wasenmeister in die Ausübung seines Dienstes verhindert, hat er das Recht auf Polizeiassistenz. Unberufenen hat er den Eintritt in die Wasenmeisterei zu verbieten. Handelt er gegen die Ordnung, so kann er gemahnt, in Strafen bis zu 50fl. verfällt, evtl. sofort entlassen werden.

Der Beruf des Abdeckers galt als unehrlicher Beruf. Scharfrichter und Abdecker waren – da erstere von den seltenen Hinrichtungen nicht leben konnten – oft dieselbe Person. Die Abdeckerei befand sich etwas nördlich von unserem jetzigen Hof, mitten im Wald.
Das Anwesen ist im ältesten Kataster von 1808 noch unter dem Hofmarksschlossgut Hilgertshausen des Maximilian Graf von Lösch nach dem Schäferhaus, dem Schafstall und dem Ziegelstadel als „hölzernes Haus, Stallung, Stadel unter einem Dach“ aufgeführt. Das „Wasenmeistergütl“ wird bewohnt von Wasenmeister Xaver Eckmair. Als weiterer Wasenmeister ist Carolus (Karl) Eckmair eingetragen. Der Erstgenannte kauft am 22.07.1815 seine Wasenstätte (mit Backofen und Fellhütte) auf Freistiftsgerechtigkeit um 407 fl..

Von dem Wasenmeister Xaver Eckmair stammt auch unser Hofname ab. Man nannte das Anwesen im Volksmund „Beim Xaverl“ und später wurde es abgekürzt zu „Beim Verl“. Irgendwann änderte sich die Schreibweise zu „Beim Ferl“.

Der Sohn Josef übernahm das Anwesen von seinem Vater am 20.05.1863. Nach seinem Tod bekam die Witwe Rosina das „Wasenmeistergütl“.

historisch31892 wurde unser Hof an der jetzigen Stelle von der Witwe Rosina Eckmair von Grund auf neu erbaut. 1893 verehelichte sie sich wieder mit dem Bauerssohn Joseph Mair von Rockersberg. Bei dieser Übernahme war die Gesamtfläche 20,5 Tagwerk. Nach einigen Jahren 1891 kaufte er 2,5 Tagwerk dazu. Aus der Ehe gingen keine Kinder hervor. Nach dem Tod seiner Ehefrau Rosina verheiratete sich Joseph Mair 1911 mit der Witwe Kreszenz Englmann. Sie nahm ihr Enkelkind Anna Englmann mit in die Ehe. Ihr übergaben sie 1927 den Hof, als sie sich mit dem Bauerssohn Johann Demmelmair von Garbertshausen verheiratete. Johann Demmelmair kaufte 1928 in den Betrieb eine Dreschmaschine und einen Benzinmotor. 1936 wurde eine gründliche Renovierung der Gebäude durchgeführt, wobei die Mauern erhöht wurden und der Dachstuhl mit Dach neu errichtet wurde. Eine Maschinenhalle wurde 1943 erbaut und 1947 erfolgte der Anschluss an das elektrische Stromnetz.

1948 richtete Johann Demmelmair eine Wasseranlage mit Widderantrieb ein.

1950 wurde eine Jauchgrube und eine Dungeranlage gebaut.

Das Haus, in dem sich jetzt die Keramikausstellung befindet und der anschließende Stall, der als Hühnerstall verwendet wird, wurden somit 1893 erbaut.

Freiwilliges Ökologisches Jahr

Jugendliche haben die Möglichkeit, auf dem Ferlhof ein „Freiwilliges Ökologisches Jahr“ zu absolvieren. Aufgrund der verschiedenen Betriebszweige wie Ökologische Tierhaltung, Hofladen, Töpferei, Erlebnisbauernhof und Schullandheim gibt es ein breitgefächertes Angebot an interessanten Tätigkeiten zu erlernen.

Nähere Informationen unter: www.foej-bayern.de

Förderung einer nachhaltigen Landwirtschaft

Mit der Einzelbetrieblichen Investitionsförderung (EIF) unterstützt das Landwirtschaftsministerium eine wettbewerbsfähige, umwelt- und tiergerechte Landwirtschaft.
Mehr Informationen

Ein Informationsfilm zur EIF

Beitrag DachauTV – Buntes: Erlebnisbauernhof Ferlhof bei Dachau:

Hier weiht die Chefin mit ihren Mitarbeiterinnen in die Hintergründe eines Bio-Kunst- und Erlebnisbauernhofes ein. Ungewöhnliche Bilder von Kindern im Umgang mit Tieren und bei der Herstellung von 25m langen Nudeln.

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