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Ferlhof Kunst- und Erlebnisbauernhof

Bauernhof und Kunst mit allen Sinnen erleben

Die Familie Demmelmair begrüßt Sie sehr herzlich auf Ihrem Kunst- und Erlebnisbauernhof Kinder, Jugendliche und Erwachsene haben die Möglichkeit, den Alltag auf einem Bauernhof kennen zu lernen und hautnah mitzuerleben. Landwirtschaft und Tiere Der Ferlhof liegt reizvoll eingebettet in die Natur, ganz alleine direkt am Waldrand, wo es viel zu erleben und zu entdecken gibt. Wir bewirtschaften unseren Hof biologisch mit ca. 30 ha Nutzfläche, größtenteils Grünland mit Angusmutterkuhhaltung und Legehennenhaltung. Tiere gibt es bei uns ca. 70 Rinder, 1.200 Hühner, Esel, Kamerunschafe, Zwergziegen, Hasen, Enten und Katzen. Der Kontakt zu den Tieren ist uns sehr wichtig. Alle unsere Tiere dürfen gefüttert und gestreichelt werden. Der Begriff Ökologie hat bei uns oberste Priorität. Alle Tiere werden artgerecht gehalten und bekommen ökologisches Futter. Das Land wird ausschließlich biologisch bewirtschaftet.

Lernort Bauernhof

Lernen auf dem Bauernhof als Bildung für nachhaltige Entwicklung Bis in die 60er Jahre des vergangenen Jahrhunderts war die Selbstversorgung mit Grundnahrungsmitteln aus der eigenen kleinen Landwirtschaft in unserem Land noch weit verbreitet. Von klein auf bekam man mit, wie wichtig es war, für die eigenen Familie rechtzeitig vorzusorgen, d. h. im Frühjahr zu säen, im Sommer die heranwachsenden Pflanzen zu pflegen und im Herbst für den Winter zu ernten, im Kreislauf der Natur. Das Ernährungsbewusstsein und –verhalten war geprägt von dem, was das Jahr über der eigene Garten und Acker hergab. Erdbeeren zu Weihnachten z. B. waren unbekannt. Zugleich wurde einem bereits als Kind vermittelt, dass ohne Aufwand (Zeit, menschliche und tierische Arbeitskraft usw.) und Verantwortungsbewusstsein kein ausreichender Ertrag zu erwarten war. Jedes Familienmitglied hatte seinen Beitrag zu leisten für eine gedeihliche Entwicklung von Pflanzen und Tieren. Die Zahl der landwirtschaftlichen Betriebe ist inzwischen sehr stark rückläufig. Der strukturelle Wandel wird weitergehen. Auf eigene Erfahrungen beim verantwortungsvollen Säen, Pflegen und Ernten von Pflanzen oder bei der artgerechten Tierhaltung können nur noch wenige Menschen zurückgreifen. Und ihre Zahl wird weiter zurückgehen. Das spielt in den Augen unserer Bevölkerung im Grunde keine Rolle. Denn unser Essen kommt im Bewusstsein des Normalbürgers kontinuierlich aus den Regalen der Supermärkte. Zwischen der jahreszeitlich ausgerichteten Produktion von Nahrungsmitteln auf den Äckern und in den Ställen und den lebensnotwendigen alltäglichen Mahlzeiten besteht für viele Menschen keine Verbindung mehr. Das Wissen, dass zunächst Kraft und Zeit in etwas investiert werden muss, bevor man es ernten oder genießen kann, ist jungen Menschen zwar theoretisch zu vermitteln. Dieses bleibt jedoch nur oberflächlich haften, solange es nicht durch eigene Erfahrungen lebendig und nachhaltig wird. Hieraus resultiert eine erhebliche gesamtgesellschaftliche Herausforderung: Zunehmende Entfremdung der Kinder und Jugendlichen – der Verbraucher von morgen – von den zentralen Lebensgrundlagen, wie Boden und Wasser, biologischer Vielfalt und einer gesundheitlich ausgerichteten Ernährung. Dem muss verstärkt in unserem Bildungssystem entgegengewirkt werden. Der Bauernhof als integrierter Lernort im Bildungssystem Auf dem Bauernhof den nachhaltigen Umgang mit Pflanzen und Tieren selbst zu erfahren bzw. zu erleben und daraus prägende Erkenntnisse für das eigene weitere Leben abzuleiten soll ergänzenden Charakter zu den Lernorten Kindergarten und Schule haben. Im Einzelnen sollen beim Lernen auf dem Bauernhof durch entsprechende Methoden folgende Ziele bzw. Inhalte vermittelt werden: Vermittlung von Wissen: Grundlagenwissen über natürliche Zusammenhänge, Kreislaufdenken, Produzieren je nach Jahreszeit Herkunft von Lebensmitteln, ihr regionale Erzeugung, Verarbeitung und Vermarktung Anbau und Bewirtschaftungsformen und ihre Bedeutung für eine vielfältige Kulturlandschaft Erkennen und Bewertung von Alternativen für gesundheitsbewusste und umweltorientiert Ernährungsweisen Einsicht in globale Herausforderungen und Konsequenzen für lokales Handeln Vermittlung von individuellen Kompetenzen wie Bewertungskompetenz, Sozialkompetenz, Gestaltungskompetenz: durch Gelegenheit zu praktischem, konkretem Handeln (Lernen durch Tun) durch Auseinandersetzung mit Widersprüchen und Zwängen bei der Verwirklichung von ökonomischen, ökologischen und sozialen Zielen einer nachhaltigen Entwicklung durch Interessenartikulation und –findung im Hinblick auf die berufliche Orientierung Jugendlicher durch realistische Einschätzung, dass alles Leben natürlichen Prozessen unterliegt: Von der Fortpflanzung über Geburt, Jugend, Alterung bis zum Tode durch Übertragung von neuen Erkenntnissen in das eigene Lebensumfeld durch Übernahme von Mitverantwortung und Entwicklung von Verantwortungsbewusstsein durch Erfolgserlebnisse und positive Stimulierung von Engagement Wir bieten das Angebot „Lernort Bauernhof“ entsprechend den Erziehungszielen und Lehrplänen qualifiziert an. Wir sind als Lernort Bauernhof zertifiziert und haben die Ausbildung und entsprechende Fortbildungsmaßnahmen absolviert.