Tiere und Felder

Wir bewirtschaften unseren Bauernhof seit 20 Jahren biologisch nach den Naturlandrichtlinien. Alle unsere Tiere dürfen sich im Stall frei bewegen und sind im Sommer auf der Weide. Sie werden mit hochwertigem, biologischem Futter versorgt.

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Die Kälber unserer Angusrinder bekommen von Anfang an wertvolle Muttermilch und fressen später ausschließlich Futter aus eigenem ökologischem Anbau. Wir verwenden keine wachstumsfördernden Antibiotika und Hormonspritzen. Zusätzliches Kraftfutter, Tierkörpermehl und Milchaustauscher finden bei uns keine Verwendung.

Unsere Hühner werden artgerecht gehalten, sie haben viel Platz im luftigen Stall, dürfen jederzeit in den überdachten und vogelschutzsicheren Außenscharrraum und können in den Auslauf ins Grüne. Sie erhalten hochwertiges ökologisches Futter ohne Einsatz von Gentechnik, ohne Fischmehl und ohne Dotterfarbstoffe.

Hier gibt es unsere Eier: Ferlhof, Schwalbenhof in Markt Indersdorf, AEZ Center in Dachau, Puchheim, Germering, Martinsried, Pullach und Fürstenfeldbruck, Naturkostinsel in Dachau und Olching, Bäckerei Gürtner und Metzgerei Schneider in Dachau, Natürlich leben in FFB, Biowelt in München-Solln, EDEKA in Jetzendorf. Zudem liefern wir an die Solidargemeinschaft „Unser Land“ mit Vertrieb in der Region. Frühstückseier im „Zaunkönig“ und in den Rackl’s Backstubn in Dachau und Karlsfeld und in der Bäckerei Wiesender in Pfaffenhofen und Freising.

Hofladen

Unser Angebot:

  • Erstklassiges Qualitätsrindfleisch der Angusrasse aus eigener Erzeugung
  • Schweine- und Putenfleisch aus ökologischer Haltung
  • Lammfleisch, Suppenhühner, Brathähnchen und Enten aus eigener Erzeugung
  • leckere, hausgemachte Wurstwaren, z. B. Weißwürste, Wiener, Debreziner, Regensburger, Leberkäse, Preßsack, Ferlhofknacker, Koch- und Rohsalami, reine Rindersalami, Schafsalami
  • verschiedene Schinkenspezialitäten
  • Biokäse
  • frisch gebackenes Bauernbrot
  • Eier und selbstgemachte Nudeln
  • Bioobst und Biogemüse
  • hausgemachte Spezialitäten, wie z. B. Senf, Liköre, Dipgewürzmischungen, Kräuteröl, -essig, -salze
  • Biomolkereiprodukte
  • hochwertige Biogewürze und Kräutertees

Schauen Sie doch mal vorbei!

Unser Hofladen hat freitags von
9 bis 18 Uhr und samstags von
9 bis 12 Uhr für Sie geöffnet.

Im August machen wir Sommerpause und vom 24.12. bis 06.01. haben wir Winterpause.

DiDa GenussKistl

Lernort Bauernhof

Sie werden aktiv und dürfen bei vielen Tätigkeiten selbst Hand anlegen.

Kinder und Jugendliche erhalten direkte Einblicke in die heimische Landwirtschaft und in die Natur.

Lernort Bauernhof – das Konzept

Lernen auf dem Bauernhof als Bildung für nachhaltige Entwicklung

Bis in die 60er Jahre des vergangenen Jahrhunderts war die Selbstversorgung mit Grundnahrungsmitteln aus der eigenen kleinen Landwirtschaft in unserem Land noch weit verbreitet. Von klein auf bekam man mit, wie wichtig es war, für die eigene Familie rechtzeitig vorzusorgen, d. h. im Frühjahr zu säen, im Sommer die heranwachsenden Pflanzen zu pflegen und im Herbst für den Winter zu ernten, im Kreislauf der Natur. Das Ernährungsbewusstsein und –verhalten war geprägt von dem, was das Jahr über der eigene Garten und Acker hergab.

Erdbeeren zu Weihnachten z. B. waren unbekannt.
Zugleich wurde einem bereits als Kind vermittelt, dass ohne Aufwand (Zeit, menschliche und tierische Arbeitskraft usw.) und Verantwortungsbewusstsein kein ausreichender Ertrag zu erwarten war. Jedes Familienmitglied hatte seinen Beitrag zu leisten für eine gedeihliche Entwicklung von Pflanzen und Tieren.

Die Zahl der landwirtschaftlichen Betriebe ist inzwischen sehr stark rückläufig. Der strukturelle Wandel wird weitergehen. Auf eigene Erfahrungen beim verantwortungsvollen Säen, Pflegen und Ernten von Pflanzen oder bei der artgerechten Tierhaltung können nur noch wenige Menschen zurückgreifen. Und ihre Zahl wird weiter zurückgehen.

Das spielt in den Augen unserer Bevölkerung im Grunde keine Rolle. Denn unser Essen kommt im Bewusstsein des Normalbürgers kontinuierlich aus den Regalen der Supermärkte. Zwischen der jahreszeitlich ausgerichteten Produktion von Nahrungsmitteln auf den Äckern und in den Ställen und den lebensnotwendigen alltäglichen Mahlzeiten besteht für viele Menschen keine Verbindung mehr.

Das Wissen, dass zunächst Kraft und Zeit in etwas investiert werden muss, bevor man es ernten oder genießen kann, ist jungen Menschen zwar theoretisch zu vermitteln. Dieses bleibt jedoch nur oberflächlich haften, solange es nicht durch eigene Erfahrungen lebendig und nachhaltig wird.

Hieraus resultiert eine erhebliche gesamtgesellschaftliche Herausforderung:
Zunehmende Entfremdung der Kinder und Jugendlichen – der Verbraucher von morgen – von den zentralen Lebensgrundlagen, wie Boden und Wasser, biologischer Vielfalt und einer gesundheitlich ausgerichteten Ernährung. Dem muss verstärkt in unserem Bildungssystem entgegengewirkt werden.

Der Bauernhof als integrierter Lernort im Bildungssystem

Auf dem Bauernhof den nachhaltigen Umgang mit Pflanzen und Tieren selbst zu erfahren bzw. zu erleben und daraus prägende Erkenntnisse für das eigene weitere Leben abzuleiten soll ergänzenden Charakter zu den Lernorten Kindergarten und Schule haben.

Im Einzelnen sollen beim Lernen auf dem Bauernhof durch entsprechende Methoden folgende Ziele bzw. Inhalte vermittelt werden:

Vermittlung von Wissen:

  • Grundlagenwissen über natürliche Zusammenhänge, Kreislaufdenken, Produzieren je nach Jahreszeit
  • Herkunft von Lebensmitteln, ihre regionale Erzeugung, Verarbeitung und Vermarktung
  • Anbau und Bewirtschaftungsformen und ihre Bedeutung für eine vielfältige Kulturlandschaft
  • Erkennen und Bewertung von Alternativen für gesundheitsbewusste und umweltorientierte Ernährungsweisen
  • Einsicht in globale Herausforderungen und Konsequenzen für lokales Handeln

Vermittlung von individuellen Kompetenzen wie Bewertungskompetenz, Sozialkompetenz, Gestaltungskompetenz:

  • durch Gelegenheit zu praktischem, konkretem Handeln (Lernen durch Tun)
  • durch Auseinandersetzung mit Widersprüchen und Zwängen bei der Verwirklichung von ökonomischen, ökologischen und sozialen Zielen einer nachhaltigen Entwicklung
  • durch Interessenartikulation und –findung im Hinblick auf die berufliche Orientierung Jugendlicher
  • durch realistische Einschätzung, dass alles Leben natürlichen Prozessen unterliegt: Von der Fortpflanzung über Geburt, Jugend, Alterung bis zum Tode
  • durch Übertragung von neuen Erkenntnissen in das eigene Lebensumfeld
  • durch Übernahme von Mitverantwortung und Entwicklung von Verantwortungsbewusstsein
  • durch Erfolgserlebnisse und positive Stimulierung von Engagement

Wir bieten das Angebot „Lernort Bauernhof“ entsprechend den Erziehungszielen und Lehrplänen qualifiziert an. Wir sind als Lernort Bauernhof zertifiziert und haben die Ausbildung und entsprechende Fortbildungsmaßnahmen absolviert.

Quellen:
Bundesforum Lernort Bauernhof, Prof. H. Schlagheck

Programme

– Vom Huhn zum Ei
– Unser Getreide
– Rund um die Milch
– Landwirtschaft früher und heute
– Rund um den Apfel
– Gemüse- und Kräuterdetektive
– Detektive im Wald und auf der
– Wiese
– Kartoffel – eine tolle Knolle

Dauer:
Je nach Wunsch von 3 Stunden bis zu einem Tag

Erlebnis Bauernhof

Der Kontakt zu den Tieren ist uns sehr wichtig.

Alle Tiere dürfen gefüttert und gestreichelt werden.

Körperliche Aktivität bietet Ausgleich zum Schulalltag und hilft das Erlernte besser zu verstehen.

Sage es mir und ich werde es vergessen, zeige es mir und ich werde es vielleicht behalten, lass es mich tun und ich werde es begreifen.

Schullandheim

Kinder und Jugendliche können ein paar interessante Tage auf unserem aktiv bewirtschafteten Bauernhof verbringen.

Sie werden in das tägliche Arbeitsgeschehen miteingebunden.

Schullandheim

Um 7 Uhr morgens werden die Kinder zum Stalldienst geweckt. Nach dem Frühstück erfahren die Kinder Wissenswertes über das Huhn (z. B. dass ein Huhn max. ein Ei am Tag legen kann!!!) und dürfen anschließend die Eier mit den großen Gokarts und den Anhängern zur Eierpackstelle transportieren. Dort erlernen sie, wie die Eier gestempelt, sortiert und verpackt werden. Aus diesen Ferlhofeiern werden von den Kindern die eigenen Spaghetti fürs Mittagessen hergestellt. Wir machen die längsten Nudeln der Welt (Ferlhofrekord 63 Meter!!!! Aufgestellt von der Ministrantengruppe aus Langenmosen).

Während ihres Aufenthaltes wird den Schulklassen ein umfangreiches Programm angeboten. Neben den Spaghettis stellen wir noch unsere Frühstückssemmeln und Pizza her. Nachtwanderung, Lagerfeuer und Eseltrecking machen ungeheuren Spaß.

Die Vollverpflegung erfolgt ausschließlich mit biologischen Lebensmitteln, teils aus Eigenerzeugung.

In ihrer Freizeit können die Kinder mit den großen Gokarts rumsausen, Trampolin hüpfen, kleine Babyhasen streicheln oder in der Töpferwerkstatt kreativ werden.

Unser Ziel ist es, den Kindern den Alltag auf einem Bauernhof nahezubringen und den Blick auf die Natur zu richten. Was passiert auf dem Hof im Laufe der Jahreszeiten, was hat der Bauer auf den Feldern zu tun? So wird den Kindern auch schnell klar, was der Unterschied zwischen Heu und Stroh ist. Was muss der Bauer machen, damit er Heu, Silage und Stroh in die Scheune bringt? Sobald die Kinder bei der Stallarbeit mit Heu und Stroh zu tun haben, es fühlen und riechen, vergessen sie den Unterschied nicht mehr.

Kindergeburtstage

In dem dreistündigen Programm dürfen die Kinder in der Töpferstube kreativ sein, die Streicheltiere kennenlernen und einige Arbeiten auf dem Bauernhof erledigen. Natürlich soll auch der Spaß nicht zu kurz kommen!

Highlights:
– Lagerfeuer
– Nachtwanderung
– Schatzsuche
– Traktorfahren
– Eselwanderung

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